Ein Meisterwerk des Brutalismus, zugleich eine der größten Vieh-Auktionshallen der Welt, steht seit 50 Jahren leer an der Peripherie von Padua. Das Studio sollte den Systembau aus Betonfertigteilen von seinem Koma am Rande einer Autobahn erlösen und die Einzelteile in die Innenstadt von Padua transportieren. Dort, auf einem großen Parkplatz im Zentrum, sollten die Elemente des Foro Boario neu konfiguriert und in neuer Form einer zeitgemäßen Nutzung zugeführt werden und so die Stadtgesellschaft bereichern. Das Kernthemen des Entwurfsstudios war die Adaptierung der baulichen Struktur an die Anforderungen des neuen Ortes und der heutigen Zeit.
Das Studio wurde von den Herren Professoren Jochen Specht und Arthur Wolfrum von der Architekturfakultät geleitet.
Nach Meinung der Jury zeigt die Studienarbeit zur Wiederverwendung des Systembaus der ehemaligen Viehauktionshallen von Padua für eine neue Form zeitgemäßer Nutzungen im Stadtzentrum, welches große Potential in einer elementierten Bauweise liegt. Aufbauend auf einem klugen Verständnis der Bestandsstruktur gelingt es den Entwurfsverfassern auf faszinierende Weise, durch die Neukonfiguration der Bauelemente ein besonderes Raumerlebnis für eine Markthalle und Mobilitätsstation zu schaffen, das sich in den historischen Kontext der italienischen Provinzhauptstadt überraschend gut einfügt.
Studio „London Catalyst: The Urban Vacuum Cleaner“
für den Standort einer Shell-Tankstelle inmitten von Shoreditch in London sollte im Entwurfsstudio eine Idee, ein Prozess oder ein Gebäude entwickelt werden, das auf die exponierte Lage, den potentiellen Grundstückswert sowie den besonderen Typus der Tankstelle reagiert. Während der Standort festgelegt ist, sollten die Studierenden durch eine Recherchephase eine Aufgabe für die Neukonfiguration des Ortes definieren, die zu realen, visionären und möglicherweise provokativen Entwurfsvorschlägen führt. Das Studio wurde von den Herrn Professor Valentin Bontjes van Beek und dem Lehrbeauftragten Sebastian Kofink von der Architekturfakultät geleitet.
Nach Meinung der Jury entwickeln die Entwurfsverfasser ein experimentelles Raumgebilde für den Standort einer Shell-Tankstelle im Londoner Bezirk Islington, das als Infrastrukturmaschine zur Reinigung der schadstoffbelasteten Luft für eine bessere Lebensqualität sorgt und gleichzeitig durch die unkonventionelle Kombination mit anderen Nutzungen einzigartige Raumerlebnisse im städtischen Kontext erzeugt. Als herausragend würdigt die Jury einerseits die Findung der Entwurfsidee und andererseits die Form der Präsentation des Projekts. Die sprachlich so präzisen Erläuterungen, die aussagekräftigen Konzeptdiagramme und die mit Geräuschen hinterlegten Visualisierungen ermöglichen ein vertieftes Verständnis der außergewöhnlichen Qualitäten der Studienarbeit.
Studio „House of Sports Bracelona: Innovativer Holzbau vom großen bis zum kleinen Maßstab“
Nicht erst in Zeiten der Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig körperliche Bewegung für die Lebensqualität ist. Immer mehr Großstädte setzen deshalb auf niederschwellige Angebote für unterschiedliche Formen des Freizeitsports, die rund um die Uhr zugänglich sind. Die katalanische Hauptstadt Barcelona ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Seit Austragung der Olympischen Spiele vor dreißig Jahren hat die Stadt am Mittelmeer konsequent die Infrastruktur für Sportstätten des alltäglichen Bedarfs ausgebaut. Das betrifft sowohl die Sportanlagen an den Stränden entlang der Küste als auch die Sportzentren in den Quartieren, die als öffentliche Gebäude häufig zu Treffpunkten für die Gemeinschaft werden. Als eine der bedeutenden Architekturstädte Europas ist Barcelona dabei auch immer wieder Schauplatz innovativer Architekturprojekte, die ihre Qualitäten aus einer besonderen Beziehung zum Ort entwickeln.
Nun soll in den kommenden Jahren auch im hippen Quartier „Provençals del Poblenou“ im Stadtbezirk „Sant Martí“ ein neues „House of Sports“ entstehen, das mit seinen unterschiedlich großen Trainings-, Schulungs- und Behandlungsräumen als Zentrum für Fitness und Wellness einen Mehrwert für die Nachbarschaft bietet. Im Hinblick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung soll das neue „House of Sports“ ein Vorzeigeprojekt für innovativen Holzbau im urbanen Kontext werden, denn der Einsatz natürlicher und nachwachsender Ressourcen spielt gerade an den Orten eine große Rolle, die den Auswirkungen des Klimawandels in extremer Form ausgesetzt sind.
Das Besondere an diesem Masterstudio war das Spektrum der Projektbearbeitung vom städtebaulichen Konzept bis zum baukonstruktiven Detail. Im Rahmen der Lehrveranstaltung fanden mehrere Holzbau-Workshops statt, die einen vielschichtigen Überblick über praxisnahe Einsatzmöglichkeiten dieses attraktiven Werkstoffs wie zum Beispiel beim TUM-Sportcampus im Olympiapark boten. Auch den konzeptionellen und technischen Grundlagen dreidimensionaler Darstellungsformen wurde in diesem Masterstudio eine besondere Aufmerksamkeit zuteil.
Das Studio wurde von den Herren Professoren Johannes Kappler und Christian Schühle von der Architekturfakultät geleitet.
Nach Meinung der Jury zeigt der Bebauungsvorschlag für ein House of Sport in Barcelona auf beeindruckende Weise, wie ein Entwurfsprozess von der städtebaulichen Setzung des Baukörpers bis zur Gestalt der baukonstruktiven Details erfolgreich strukturiert werden kann. Der Neubau bietet atmosphärisch reizvolle Räume für unterschiedliche Formen des Freizeitsports und macht das Sportzentrum zu einem zukunftsfähigen Ort des gesellschaftlichen Austausches. Zudem überzeugt er durch einen klugen Umgang mit den vielfältigen Aspekten ressourcenschonender Bauweisen im urbanen Kontext. Besonders gewürdigt wird die sprachlich prägnante Präsentation des Projekts anhand von aussagekräftigen Plänen und die durchdachte Konzeption des Modellbaus. Das einfallsreiche Zusammenspiel aus architektonischer Idee und konstruktiver Ausarbeitung sowie die strukturierte Vermittlung der besonderen Eigenschaften des House of Sports verdeutlichen die herausragenden Qualitäten der Studienarbeit.
Das freistehende Einfamilienhaus ist das Wunschobjekt vieler Menschen. Es wird seit jeher mit dem Gefühl von Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung verbunden. Was ist gegen diesen Wunsch nach einem Einfamilienhaus einzuwenden?
Einfamilienhäuser stehen als unzeitgemäße Wohnform und „Klimakiller“ jedoch seit längerer Zeit in der Kritik. Argumente sind ihr hoher Material-, Energie- und Flächenressourcenverbrauch, der in Relation dazu nur für wenige Menschen Wohnraum schafft, ihre überwiegende Erreichbarkeit durch Individualverkehr, sowie ihre in der Gebäudetypologie begründete Starrheit.
Die Kritik am Einfamilienhaus ist umfassend. Die Frage nach dem Umgang mit dem Bestand und der Zukunftsfähigkeit dieses Wohnmodells drängend. Deshalb hat das Studio die Frage nach den Chancen gestellt, die Einfamilienhaussiedlungen innewohnen könnten.
Fragestellungen des Projekts waren, inwiefern sich Einfamilienhaussiedlungen verändern müssten und können, um einem aktualisierten Wohnideal sowie klimaökologischen Zielsetzungen entsprechen zu können.
Nach Meinung der Jury wirft die Arbeit sehr interessante Aspekte über den Umgang mit klassischen Einfamilienhaussiedlungen im Hinblick auf eine zukunftsfähige Stadtentwicklung auf. Auch wenn der konkrete Entwurfsvorschlag nicht alle Fragestellungen zu beantworten scheint, gelingt es den Entwurfsverfasserinnen mit ihrer überzeugenden Präsentation den experimentellen Charakter ihrer Arbeit erfolgreich hervorzuheben.
Manchester taucht – abgesehen vom Fußball – in keiner Liste der attraktiven Livestyle-Städte auf.
Und hier begann die Aufgabe des Studios. Die einzigartige, gewachsene Konfiguration von Typologie, Operation, Ökonomie und Ökologie Manchesters regt zum Denken und Neuerfinden an. Vielleicht müssen ja die latent vorhandenen Qualitäten der Stadt nur sinnvoll verbunden werden? Hier und da etwas hinzufügen oder aber einfach mal etwas wegnehmen? Wo liegen die bestehenden Qualitäten?
Das Studio hat dazu eingeladen, gemeinsam das Gay Village im Nord-Westen der Canal Street Manchesters zu untersuchen, in Scheiben zu schneiden, auseinander zu nehmen, es zu sezieren, zu analysieren und auf eine räumlich qualitativ hochwertige Art wieder zusammen zu setzen.
Das Studio wurde von den Herren Professoren Valentin Bontjes van Beek und Frederik Künzel von der Architekturfakultät geleitet.
Nach Meinung der Jury illustriert der Entwurf für ein innerstädtisches Areal in Manchester auf beeindruckende Weise, wie durch eine sorgfältige Recherche der verborgenen Qualitäten des Ortes eine eigenständige Aufgabenstellung für eine nachhaltige Entwicklung eines repräsentativen Baufelds formuliert werden kann.
Besonders gewürdigt wird neben der guten Präsentation die kluge Balance zwischen den vorgeschlagenen Interventionen im Bestand und den Ergänzungen durch Neubauten.
Studio „Stadteinfahrt Ingolstadt“: Münchener Straße – INbetween
Der Reiz einer ausgewogenen Kulturlandschaft, wie er lange in den Zielen der Landesplanung Bayerns verwurzelt war, also im Kontrast geschlossener und kompakter Ortskerne zur freien Landschaft, wird durch einen nahezu hemmungslosen Landverbrauch gestört Dem kann nur entgegengewirkt werden, wenn die Kommunen sich gemeinsam mit den Grundstückseigentümern für ein Wachstum nach innen und gegen die weitere Zersiedelung entscheiden. Dabei sollte nicht nur die effiziente Nutzung der bereits versiegelten Flächen im Vordergrund stehen, sondern auch die angrenzenden Quartiere mit einbezogen und dem Außenraum als identitätsstiftenden Element eine angemessene Rolle zugestanden werden.
Anlass für die Aufgabenstellung im Wintersemester 2020/2021 war deswegen die Suche nach Potentialräumen für ein Wachstum auf ökologisch bereits „verlorenen“ Flächen.
Die Stadteinfahrt von Süden über die Münchener Straße bot sich – stellvertretend für andere Stadtzugänge – als exemplarisches Untersuchungsgebiet an. Grundsätzlich sind solche Orte verantwortlich für den ersten Eindruck einer Stadt, die wir besuchen und dann entsprechend wahrnehmen. Die Straße ist aufgespannt zwischen dem mittelalterlichen Stadtkern und dem ehemals durch landwirtschaftliches Flächen und Naturräumen von der Innenstadt getrennten Dorf Unsernherrn.
Das Studio wurde von Frau Prof. Karin Schmid und dem Lehrbeauftragen Markus Omasreiter von der Architekturfakultät geleitet.
Nach Meinung der Jury visualisiert der Entwurf für einen Abschnitt der Münchener Straße in Ingolstadt eine überzeugende Lösung, wie die Transformation von identitätslosen Stadteinfahrten in gemischt genutzte Quartiere mit zukunftsfähigen Wohn- und Gewerbetypologien und attraktiven öffentlichen Räumen gelingen kann. Die Lesbarkeit des vielschichtigen Konzepts wird durch eine hervorragende Präsentation mit unterschiedlichen Medien optimal unterstützt, die maßgeblich zum Verständnis des Projekts beitragen.
Studio „ C2025 Den Park im Rücken – Ein Empfangsgebäude für die Kulturhauptstadt Chemnitz 2025“
Vor kurzem wurde Chemnitz in einem klugen und mutigen Entschluss zur europäischen Kulturhauptstadt im Jahre 2025 gewählt. Die Weltbühne ist ein ungewohntes Terrain für Chemnitz. Nun hat die Stadt Zeit sich auf die Besucherströme einzustellen. Dieser Entwurf behandelt hierzu das zentrale Gebäude: auf einer Brache, einem der ältesten Flecken der Stadt, perfekt erschlossen, im Rücken eines großen Parks. Hier soll der Anlaufpunkt für die Besucher und die Bewohner der Stadt entstehen, ein gebautes Schaufenster für das Chemnitz von (über-) morgen, ein Ort des Austausches und des Machens.
Neben dem klassischen Programm großer Besucherzentren, neben Veranstaltungssälen und
Gastronomie sollen Werkstätten des 21. Jahrhunderts entstehen, die das repräsentieren, was Chemnitz seit Jahrhunderten ist: Eine Stätte der Produktion.
Das Studio wurde von den Herren Prof. Thomas Neumann und Prof. Arthur Wolfrum von der Architekturfakultät geleitet.
Nach Meinung der Jury zeichnet sich der Entwurfsvorschlag für ein Besucherzentrum in Chemnitz aus Anlass der europäischen Kulturhauptstadt 2025 durch eine eigenständige Interpretation der städtebaulichen Situation und Aufgabenstellung aus. Die Arbeit illustriert auf beeindruckende Weise, wie ein attraktiver Ort des gesellschaftlichen Austausches dauerhaft geschaffen werden kann. Besonders gewürdigt wird die plausible Umsetzung des Entwurfskonzepts von der städtebaulichen Setzung des Baukörpers bis zum baukonstruktiven Detail.
Studio „Gut gebrüllt Löwe – Tropenhalle Zoo Frankfurt“
Im
September letzten Jahres stellte der Zoo Frankfurt seinen Entwicklungsplan
„Zookunft 2030+“ vor. Entsprechend der vorgestellten Konzeptstudie
soll circa die Hälfte der 11 Hektar großen Zooanlage in Frankfurt neu gestaltet
werden. Ein Schwerpunkt wird dabei die Erschaffung von zwei neuen Großhallen
sein, um eine artgerechte Präsentation der Tiere in deren natürlichen
Lebensräumen zu ermöglichen. Die Besucher des neuen Zoos in Frankfurt sollen
die Möglichkeit erhalten, in die „Welt der Tiere eintauchen zu können“. Die
Hallen sollen eine Grundfläche von ca. 7.000 und 10.000m2 aufweisen. Die beiden
Hallen hatten unterschiedliche Themenkonzepte und Nutzungsanforderungen: eine
Regenwaldhalle über den Amazonas sowie eine Savannenhalle mit dem Thema Afrika.
Schwerpunkt
des Masterstudios war der konstruktive Entwurf der beiden Großhallen unter
Berücksichtigung der speziellen Nutzungsanforderungen. Die Entwurfsaufgabe
umfasste neben dem anspruchsvollen, konstruktiven Entwurf auch die
landschaftsarchitektonische Einbindung der Hallen mit einer angemessenen
Erschließung sowie die bauphysikalischen Anforderungen zoologischer Anlagen.
Das Studio wurde von den Herren Prof. Dr. Schiemann und Prof. Hammer von der Architekturfakultät geleitet.
Nach Meinung der Jury zeigt der Entwurf für eine neue Tropenhalle für den Frankfurter Zoo eine inspirierende Lösung, die auf der einen Seite einen faszinierenden Raum für das Erleben der Tierwelt biete und auf der anderen Seite eine Vorderseite zur Nachbarbebauung des Frankfurter Ostendes aufbaue. Mit dem Preis würdigt die Jury die Absicht der Entwurfsverfasser, durch eine integrale Betrachtung baukonstruktiver und gebäudetechnischer Aspekte der Gebäudehülle eine Antwort auf die städtebauliche großmaßstäbliche Wirkung der Entwurfsaufgabe zu finden.
Studio „POLYVALENZ – Leipziger Forum am Wilhelm-Leuschner-Platz“
Der Schwerpunkt des Masterstudios liegt auf dem Entwurf eines multifunktionalen Stadtbausteins am Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig, der zum 30jährigen Jubiläum der friedlichen Revolution ein Dokumentationszentrum für dieses historische Ereignis aufnehmen soll, der aber auch Platz für Veranstaltungsräume, Medienlabore, Sportbereiche und gastronomische Einrichtungen sowie für experimentelle Gewerbe- und Wohnungstypen bietet.
Gesucht ist ein neuartiger Typ eines öffentliches Gebäude an einem geschichtsträchtigen Ort entlang des Leipziger Innenstadtrings, der immer wieder als „Platz der friedlichen Revolution“ im Gespräch ist. Es soll ein offenes Haus entstehen, das stellvertretend für das traditionsbewusste und mutige bürgerschaftliche Engagement der sächsischen Metropole steht.
Das Studio wurde von den Herren Prof. Kappler und Prof. Jocher von der Architekturfakultät geleitet.
Nach Meinung der Jury visualisiert der Entwurfsvorschlag für einen Kulturpalast in Leipzig auf beeindruckende Weise, wie sich aus einer klugen städtebaulichen Idee für eine innerstädtische Brachfläche ein experimentelles Konzept für eine innovativen Stadtbaustein ableiten lässt. Er stehe exemplarisch für eine neue Generation öffentlicher Bauten mit reizvollen räumlichen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen. Besonders hervorgehoben werde die überzeugende Lesbarkeit und strukturierte Vermittlung der vielfältigen Ideen mit den gewählten Darstellungsformen – so die Jury abschließend.
Die
Hochschule München sieht sich national und international im Wettbewerb um die
besten Lehrenden. Diese bilden zusammen mit der Ressource Campus die Basis für
die Entwicklung und Umsetzung von Lehrinhalten. Ein derzeit angedachtes
Wachstum und weitere Fakultäten werfen die Frage nach einer Vision für die
Entwicklung der verschiedenen Hochschulstandorte auf.
Auf
der Basis des denkmalgeschützten Bestandes in der Karlstrasse wird rücksichtsvoll
ein vielfältiger, kommunikativer und klar strukturierter Campus entwickelt, der
sich insbesondere im Kontext des Kunstareals zur Umgebung hin öffnet und so die
Hochschule München im Herzen der Stadt präsent werden lässt. So wird ein
öffentlich zugängliches Architekturforum für München im Bereich der bisherigen
Subaula vorgesehen. Im Sinne eines vielfältigen und abwechslungsreichen Campus
ist auch die Ansiedlung von Start-Ups auf dem Areal angedacht. Neben zu
erwartenden Synergien mit der Hochschulnutzung finden diese hier eine adäquate
Adresse inmitten der Stadt.
Strukturell wird die Erschließung vereinfacht und geordnet und eine eindeutige Eingangssituation geschaffen, die eine klarere Adressierung und Orientierung erlaubt. Zusätzlich entstehen durch Aufstockung und Anbau die so dringend benötigten zusätzlichen Seminar-, Arbeits-, Lern-, und Hörsäle für die Studierenden. Als einer der neuen zentralen Orte des Ensembles, wird der bisher wenig genutzte Innenhof zum kommunikativen Zentrum des Campus ausgebaut. Die Erdgeschoss-Zone wird durch die Verlegung der Mensa zusätzlich zu aktiviert. Der konstruktive Ansatz sieht ein vom bestehenden Gebäude unabhängiges Tragsystem vor, das in Struktur und architektonischem Ausdruck als selbstverständlich wirkende Ergänzung des denkmalgeschützten Bestandes in Erscheinung tritt.
Das Studio wurde von Frau Prof. Karin Schmid und Herrn LB Markus Omasreiter von der Architekturfakultät geleitet.